Perchtoldsdorf

Laut aktuellem Forschungsstand wurde das Gebiet von Perchtoldsdorf bereits um 6000 v. Chr. erstmals besiedelt, um 1140 tauchte erstmals der Name Perchtoldsdorf auf, die damaligen Bewohner siedelten um die etwa 1000 erbaute Burg von Perchtoldsdorf. Nach 1286 wurde die Burg Witwensitz der Habsburger, was dem Ort einen neuerlichen Aufschwung verschaffte. Die erste Türkenbelagerung 1529 führte zwar zur Verwüstung des Ortes, die Bewohner konnten sich jedoch in der Wehrkirche verschanzen und überlebten großteils. Die zweite Türkenbelagerung 1683 jedoch setzte dem Ort schwer zu, fast die gesamte Bevökerung wurde durch die Kampfhandlungen ermordet oder vertrieben. Im 19. Jahrhundert wurde es durch seine traumhafte Lage, die gute Luft und seiner Wiennähe zu einer beliebten Sommerfrische - ein Trend, der bis heute anhält.

Heurigen

Seit Jahrhunderten lebte die Gemeinde Perchtoldsdorf vom Weinbau, wobei es den Winzern gestattet ist ihren Wein in eigenen Lokalen, den sogenannten Heurigen auszuschenken. Diese dürfen jedoch nicht durchgehend geöffnet sein, so hat jeder Heurigen immer einige Wochen ausg'steckt, was durch einen auf einer Stange vor der Tür aufgehängten Buschen an Föhrenästen und aufhängen der eigenen Tafel an den Rauschbäumen signalisiert wird, um dann einige Wochen zu schließen und anschließend wieder auszustecken. Perchtoldsdorf zählt über 41 Heurigen, die ausgezeichnete Weine, eine große Auswahl an warmen und kalten Speisen am Buffet und herrliche Gärten anbieten

Burg Perchtoldsdorf

Die Perchtoldsdorfer Burg wurde um 1000 von den Babenbergern als teils einer Burgenkette zum Schutz gegen die immer wieder einfallenden Ungarn erbaut. Die große Anlage wurde teilweise restauriert und beherbergt ein modernes, vor wenigen Jahren fertiggestelltes Kulturzentrum mit Ausstellungsräumen und einem Konzertsaal, im Hof wird jährlich ein Sommertheater gespielt. An die Burg angebaut sind die gotische Pfarrkirche und der Wehrturm, die das Ortsbild prägen.

Perchtoldsdorfer Heide

Die Perchtoldsdorfer Heide ist eine einmalige trockenrasenlandschaft, entstanden durch die besonderen Bodenbedingungen und die jahrhundertelange Bewirtschaftung als Weide. Sie ist aufgrund ihres Blütenreichtums als Ausflugsziel beliebt und aufgrund ihres Reichtums an seltenen Tier-, Insekten- und Pflanzenarten (bspw. eines der wenigen Vorkommen von den auf der Roten Liste stehenden Zieseln) in das europaweite Netz von Schutzgebieten Natura 2000 aufgenommen worden.

Sport

Das Erholungszentrum bietet ein Freibad und ein Hallenbad, eine Kletterhalle mit 150 Routen auf 1200 Quadratmetern Kletterfläche, Sauna, Beachvolleyballplätzen und im Winter einen Eislaufplatz. In Perchtoldsdorf finden Sie außerdem zahlreiche Lauf- und Radrouten, Wanderwege, Mountainbikestrecken, Tennisplätze, Minigolf und einen Ballsportplatz. In den Nachbargemeinden befinden sich außerdem ein großer Badeteich, zwei Golfplätze, zahlreiche Wanderwege, Klettersteige, und vieles andere mehr.